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Chance nutzen

Die Vakanz der Stelle des Ortsvorstehers in Haueneberstein bietet uns eine gute
Gelegenheit, die Strukturen der Ortsverwaltungen infrage zu stellen.

Wie bereits im Bericht der Expertenkommission angeführt, ist es erforderlich den Personaleinsatz zu reduzieren, um den Haushalt wieder dauerhaft ins Gleichgewicht zu bringen. Was im Dezember 1973 anlässlich der Eingliederung Hauenebersteins in die Stadt Baden Baden Sinn machte, weil der Gemeinderat aufgelöst wurde, darf und muss aber nach über 50 Jahren erfolgreichen Zusammenlebens hinterfragt werden. 

Alte Strukturen müssen endlich neuen Erfordernissen gegenüber angepasst werden. Die wenigen Aufgabenbereiche der Ortsverwaltung können durch die erfolgreiche Arbeit im Rahmen der Digitalisierungsstrategie zunehmend bereits vom Zuhause der Bürgerschaft aus erledigt werden. Unsere beiden innerstädtischen Rathäuser bieten ein umfangreiches Serviceangebot, an zwei Tagen sogar ohne Terminvereinbarung. Dazu kommt im Bereich der Müllabfuhr und Abfallberatung noch die kompetente Beratung unserer Stadtwerke. 

Etwa 41.000 Baden-Badener haben das Fehlen eines Ortschaftsrates nie beanstandet. Da sollte doch bei den verbleibenden 18.000 Einwohnern unserer Stadt Verständnis für eine Anpassung der Verwaltungsorganisation im Sinne einer Gleichbehandlung aller Bürger nach über 50 Jahren vorhanden sein. 

Gerade unter dem gewaltigen Kostendruck, dem unsere Stadt überwiegend unverschuldet gegenübersteht, sollte nun an effizienteren Verwaltungsstrukturen für alle Ortsteile gearbeitet werden. Was wir an Kosten sparen, müssen wir nicht über Steuern einfordern. 

Rolf Pilarski 

Fraktionsvorsitzender